15% Zuschuß für Betriebliche Altersvorsorge

Wie lukrativ ist betriebliche Altersvorsorge?

Auch 2019 gibt es im Zuge des Betriebsrentenstärkungsgesetz einige Neuerungen bei Entgeltumwandlungen. Sowohl Neuverträge als auch Bestandsverträge können sich über einen Bonus freuen. Denn das neue Gesetz verpflichtet die Arbeitgeber zur Beisteuerung eines Zuschusses von 15 %. Welche Auswirkungen dies ganz konkret auf eure Verträge haben wird, erfahrt ihr jetzt.

Arbeitsgeberzuschuß zur Entgeltumwandlung

Sowohl Arbeitnehmer, die in Form einer Betrieblichen Altersvorsorge als Entgeltumwandlung vorsorgen, sparen während der Arbeitsphase Sozial- und Krankenversicherungsbeiträge. Gleiches trifft für den Arbeitgeber zu. Er spart den Arbeitgeberanteil – für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Derzeit sind dies 19,38 Prozent.

Doch einen gewaltigen Haken hat diese Sparform. Denn die zur Auszahlung bereitstehende Betriebsrente muß später voll versteuern. Gesetzlich Krankenversicherte müssen zudem auf die Rente den vollen Beitrag (also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) zur Kranken- und Pflegeversicherung abführen. Derzeit sind dies 18,8 Prozent. Arbeitgeber hingegen können sich dies sparen und sind nicht verflichtet, diese Ersparnis an die Arbeitnehmer weiterzugeben. Das ändert sich alledings ab dem 1. Januar 2019. Denn zu diesem Zeitpunkt müssen die Firmen 15 Prozent des umgewandelten Beitrags zur betrieblichen Altersvorsorge an die jeweilige Versorgungseinrichtung zahlen. Dies gilt vorerst nur für Neuverträge. Für Bestandsverträge wird diese Regelung erst zum 01.01.2022 verpflichtend, und auch nur dann, wenn es im Tarifvertrag so geregelt ist.

Einschränkungen bei der Effektivität

Eine Einschränkung bei der Zuschusspflicht gibt es allerdings jetzt schon. Denn die Arbeitgeber sind nur dann zuschußpflichtig, falls die sozialversicherungspflichtige Beitragsbemessungsgrenze nicht überschritten wird. Diese beträgt im Jahr 2019 in der Krankenversicherung 4.537,50 Euro und in der Rentenversicherung (West) 6.700 Euro im Monat. Wenn also ein Arbeitnehmer mehr als 6.700 Euro im Monat Bruttoeinkommen verdient, spart der Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeiträge und muss folglich auch keinen Zuschuss zahlen. Auch der Arbeitnehmer spart dann bei seiner Entgeltumwandlung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialabgaben mehr und muss im Alter dennoch auf die Betriebsrente den gesamten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil der Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.

Vorsicht nachgelagerter Steuerhammer

Aufgrund dieser Gesetzeslage ist also genau zu überlegen, ob die Betriebliche Altersvorsorge trotz attraktivem Arbeitgeberzuschuß die richtige Sparform darstellt. Die steuerliche Betrachtung erlangt somit für die Entscheidungsfindung umso mehr Gewicht. Denn oftmals wird nur mit der Steuerersparnis während der Ansparphase geworben. Die nachgelagerte Vollbesteuerung der Betriebsrente mit Abzug der vollen Kranken- und Pflegeversicherungskosten wird oftmals verharmlost mit den Worten, dass der Steuersatz im Rentenalter mit dem des Arbeitslebens nicht zu vergleichen und viel niedriger sei. Wer jedoch seine Altersvorsorge rein auf Steuerersparnisse abstellt, bekommt im Zeitalter der Niedrigzinsphase durchaus eine ernüchternde Bilanz zum Ablauf des Vertrages.

Sprecht uns daher bitte konkret an, ob eine Betriebliche Altersvorsorge für euch in Frage kommt und wie effektiv sie mit eurem Einkommen generiert werden kann. Gemeinsam ermitteln wir die richtige Form der Altersvorsorge und prüfen die Effektivität der einzelnen Durchführungswege.

Kontakt zum Altersvorsorge-Spezialisten

 

René Weiß
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