DIE INFLATION SCHLÄGT WIEDER ZU

Die neuesten Zahlen über die inflationäre Entwicklung sind diesen Monat veröffentlicht worden. Dabei schnitt der Mai 2013 mit angeblichen 1,5 % im Vergleich zum Vorjahres-Mai mit 2,1 % etwas besser ab.

Man muss natürlich den Bezugspunkt aller Messungen besonders kritisch betrachten.Dafür verantwortlich ist das statistische Bundesamt in Wiesbaden, welches mit Hilfe eines festgelegten Warenkorbs die Preise bestimmter Güter und Dienstleistungen ins Verhältnis zu bestimmten Bezugsjahren setzt. So wird die Preissteigerung ermittelt. Das komplette Jahr 2012 schnitt mit angeblichen 2,0 % Inflation ab. Wenn man den Zahlen trauen kann, liegen wir in 2013 (bis Mai) bereits bei 1,5 %.

Kaum einer weiss, dass vor kurmen eine Änderung des Bezugsjahres stattfand. So legte man als Bezugsjahr für die letzten Messungen von 2005 bis 2012 immer das Jahr 2005 zugrunde. Seit kurzem ist es allerdings das Jahr 2010. Man kann also davon ausgehen, wenn die Inflation zu hoch ausfällt, hilft man sich mit kleinen Tricks und ändert das Bezugsjahr. Schon verändert dies enorm die Inflationäre Entwicklung auf dem Papier.

Kein Wunder also, dass viele Verbraucher das Gefühl von viel höherer Inflation haben. Dass sie mit diesem Gefühl Recht haben, zeigt der von dem Forschungsinstitut für Wirtschaftsstatistik der Universität Fribourg ermittelte „Index der wahrgenommenen Inflation“, der den Preisanstieg der Produkte des täglichen Bedarfs stärker berücksichtigt als der Warenkorb des Statistischen Bundesamtes. So fand man heraus, dass beispielsweise die Preise für Lebensmittel im Oktober 2012 im Vergleich zum Oktober 2011, also dem Vorjahresmonat, beachtlich gestiegen sind. Insbesondere die Preise für Obst und Gemüse stiegen um 7,9 % und 7,3 %. Fleisch und Fisch stiegen um 4,8 % und %, 5,3 %. Etwas entspannen konnten sich die Buttervergbraucher. Der Preis für Butter sank um -15,4 %.