Haftpflichtschäden richtig melden

SCHADEN MELDEN ODER LIEBER NICHT?

Die Privathaftpflichtversicherung ist neben der Kfz-Versicherung die am Häufigsten gebrauchte Versicherung. Darum wollen wir einige wichtige Tipps im Schadensfall geben. Denn entsprechend dem BGB sind wir für Schäden, die wir Dritten zugefügt haben, zum Schadenersatz verpflichtet. Wir haften also für Schäden in vollem Umfang. Sofern eine Handlung nicht vorsätzlich begangen wurde, leisten auch so ziemlich alle guten Tarife auch bei grober Fahrlässigkeit. Das Wichtigste bei einer Schadensmeldung ist die Obliegenheitspflicht, denen Versicherungsnehmer unterliegen, zu wahren. In erster Linie ist damit gemeint, dass Schäden unverzüglich zu melden und alle Maßnahmen zu tun sind, die der Schadensbegrenzung dienen. Kommt man diesen Pflichten nicht nach, kann die Versicherung im Einzelfall die Leistung kürzen oder im besonders schlimmen Fall (bei Vorsatz) auch verweigern.

PRÜFT EURE SCHADENSVERLÄUFE

Wer zu häufig kleinere Schäden meldet, läuft Gefahr, gekündigt zu werden. Denn sowohl Ihr als Versicherungsnehmer als auch die Versicherung habt nach einem regulierten Schaden das Recht zur Sonderkündigung. Davon machen immer mehr Versicherungen derzeit Gebrauch. Genau hier liegt eine große Gefahr. Denn die Versicherungen merken sich alles und führen genau Buch über gemeldete Schäden und deren Summen. Sie setzen diese ins Verhältnis zu den gezahlten Beitragsprämien für eine bestimmte Versicherungsperiode. Es entsteht eine sogenannte Schadensquote. Die Versicherung erhält gewöhnlich einen Jahresbeitrag zwischen 50  – 100 €. Nun meldet ihr einen Schaden in Höhe von 1.200 €. Schnell hat die Versicherung in diesem Fall 90 % Verlust erwirtschaftet. Sicher werden Schadensquoten unter dem Aspekt der Versichertengemeinschaft ermittelt. Doch die Schadenshäufigkeit hat zur Folge, dass unsere Versicherungsbeiträge stetig steigen werden und der ein oder andere auch die Kündigung erhalten wird.

UMDENKEN BEI VERSICHERUNGSNEHMERN NOTWENDIG

Aus dieser Entwicklung heraus sind wir als Versicherungsnehmer zum Umdenken gezwungen. Wir müssen uns die Sinnhaftigkeit einer Schadensmeldung bewusst werden und die Dringlichkeit abwägen. Häufige Fälle, die zur Kündigung führen, sind sogenannten Mietsachschäden. Wer also in 5 Jahren 3 Mal umzieht und beim Umzug verursachte Schäden meldet, läuft Gefahr seinen Versicherungsschutz schnell zu verlieren. Hier sind schnell Schadenssummen von mehreren Tausend Euro erreicht. Dem gegenüber stehen allerdings nur 5 x 75 € Versicherungsprämie. Schon hat man eine schlechte Schadensquote und schwierige Chancen, eine Folgeversicherung zu finden. Der ursprüngliche Sinn einer Haftpflichtversicherung besteht darin existenzbedrohende Schäden abzuwenden, euch vor extrem hohen Schadensforderungen zu schützen. Es ist nicht Sinn der Sache, das herunter gefallene Handy des Freundes als Schaden zu melden. Sofern finanziell machbar, sollte ein solcher Fall im Sinne aller Versicherungsnehmer aus privaten Tasche bezahlt werden. Auch die Meldung von Bagatellschäden sollte wohl überlegt sein. Doch keine Sorge, wir helfen euch bei der Regulierung von Schadensfällen genau so selbstverständlich, wie den richtigen und passenden Haftpflichtversicherungsvertrag zu finden. Unsere Vergleichsrechner vergleichen nahezu alle am Markt existierenden Gesellschaften. So findet ihr schnell den passenden Versicherungsschutz. Geht kein Risiko ein und vergleicht hier die Tarife miteinander.